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Pädagogische Arbeit:

Der rote Faden unserer pädagogischen Arbeit orientiert sich am

situationsorientierten Ansatz.

Das heißt, dass in erster Linie die wechselnden Jahreszeiten und die dazugehörigen Feste die Inhalte unserer pädagogischen Arbeit bestimmen.
Sie begleiten und beschäftigen die Kinder das ganze Jahr. Im Tagesablauf findet die jeweilige Jahreszeit eine besondere Beachtung und wird mit den Kindern intensiv erlebt und besprochen. Daraus ergibt sich unsere Form der Projektarbeit. Es werden alle Bildungsbereiche mit einbezogen (Bilderbücher, Lieder, Geschichten, Kreis- und Fingerspiele, Bewegungsgeschichten, Kreativangebote, Experimente etc.).

Zusätzlich ist es uns sehr wichtig, die spontanen, individuellen Interessen und Wünsche der Kinder in unsere Arbeit mit einzubeziehen und diese gezielt aufzugreifen. Um genau herauszufinden, welche Fragen und Themen die Kinder momentan beschäftigen, steht das genaue Beobachten der Kinder im Mittelpunkt.


„Das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung“

Wir wollen wissen welche Fortschritte Kinder auf ihren Wegen machen und überlassen das nicht dem Zufall. Es ist uns wichtig, die einzelnen Entwicklungsschritte genau zu beobachten und festzuhalten. Zudem ist in der Bildungsvereinbarung Nordrhein-Westfalen und im neuen Kinderbildungsgesetz, die Bildungsdokumentation als ein zentrales Instrument zur Schaffung von Kontinuität in der Bildungsförderung gesetzlich verankert.
Wir haben uns zur Umsetzung von Bildungsdokumentationen für ein Konzept entschieden, welches die kontinuierliche Entwicklung eines Kindes anhand eines so genannten „Portfolio“ dokumentiert.
Das Portfolio ist ein Instrument, das den Austausch über Bildungsprozesse intensiviert. Mit seiner Hilfe werden Lernfortschritte in den Bildungsbiographien sichtbar.
Das Portfolio ist eine zielgerichtete Sammlung von Dokumenten, die im pädagogischen Alltag entstehen. Die Dokumente werden in einem Ordner aufbewahrt und geordnet. So bekommt jedes Kind mit Eintritt in den Kindergarten seine ganz persönliche Mappe. Portfolios sind keine Kinderakten, sondern sollen den Kindern, Eltern und Erzieherinnen die Geschichte des Aufwachsens jedes Kindes erzählen und illustrieren. Deshalb befinden sich im Portfolio neben Beobachtungen, auch Zeichnungen, Fotos, Erzählungen, Sprüche und Gedanken. Diese zeigen, die individuellen Entwicklungs- und Lernwege eines jeden Kindes. Denn jedes Kind hat seinen eigenen, unverwechselbaren Weg der Entwicklung und des Lernens. Ziel ist es, die Lernschritte des Kindes sichtbar zu machen.

Das Spiel:

Spielen, spielen, spielen…dies ist das große Erfahrungselixier der Kinder und das große Fragezeichen von uns Erwachsenen. Wir können uns kaum noch vorstellen, wie es ist, die Welt ganz neu zu entdecken. Suchend, fragend und staunend den Tag zu erleben. Im Spiel drücken Kinder aus, was sie sonst kaum in Worte fassen können. Sie benutzen das Spiel als hervorragendes Ausdrucksmittel, um anderen ihre Sorgen und Freuden, Hoffnungen und Ängste mitzuteilen.
In unserem Kindergarten hat das Spiel einen besonders hohen Stellenwert, denn Spielen ist die Haupttätigkeit eines Kindes. Es ist gleichzusetzen mit einem Arbeitstag eines Erwachsenen.
Das Freispiel im Kindergarten ist ein wunderbares Erfahrungs- und Entdeckungsfeld. Freispiel heißt, dass das Kind die Freiheit hat, die Art des Spiels, den Spielpartner, den Spielort und die Spieldauer selbst zu wählen. Wir, das pädagogische Personal übernehmen in dieser Phase ganz bewusst die Freispielführung und beeinflussen damit das Spiel der Kinder.
Zudem ist unsere Freispielphase, insbesondere die einzelnen Spielbereiche durch gewisse Regeln und Rituale strukturiert, damit ein harmonisches Miteinander in der Großgruppe gegeben ist.
Unsere Gruppenräume und Spielbereiche sind den Spielbedürfnissen der Kinder angepasst und laden zu intensivem Spielen ein.

„Kinder sollen mehr spielen, als viele es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann…„

Astrid Lindgren